Am 24.01.2026 war die Judoabteilung Ausrichter verschiedener oberbayerischer Turniere. Am Vormittag stand das offene Ranglistenturnier der U15 und am Nachmittag die offene Einzelmeisterschaft der Männer und Frauen auf dem Programm.
Insgesamt standen bei der Altersklasse U15 111 junge Kämpferinnen und Kämpfer auf der Matte und lieferten sich spannende Begegnungen. Auch bei den Einzelmeisterschaften der Männer waren mit einer Anzahl von 59 Kämpfer einige Teilnehmer vorhanden, wohingegen bei den Frauen insgesamt leider nur 8 Teilnehmerinnen zu verzeichnen waren.
Auch die Mitglieder der Judoabteilung selbst nutzten zahlreich den Heimvorteil!
M U15/F U15


M U15
Bei den M U15 gingen für Peiting Maximilian Strauß (-34 kg,) Alexander Reinecke (-34 kg), Dennis Strauß (-37kg), Joshua Barnsteiner (-46kg), Maximilian Obolzer (-60kg) und Anton Schmidt (-60kg) ins Rennen.
Maximilian Strauß konnte direkt die erste Begegnung mit einer Waza-ari-Wertung erfolgreich für sich entscheiden, musste sich nach einem Freilos in den beiden nachfolgenden Kämpfen aber seinen Gegnern beugen. Er belegte am Ende den 3. Platz. Alexander Reinecke konnte sich gegenüber seinen sehr fähigen Kontrahenten leider nicht durchsetzen. Dennis Strauß kann die ausgewogene Bilanz eines Sieges und einer Niederlage vorweisen, was für ihn den zweiten Platz bedeutete.
Zwar unterlag auch Joshua Barnsteiner in seinen drei Kämpfen, jedoch machte er es seinem dritten Gegner nicht einfach. Nach der normalen Kampfzeit ging es für die beiden in den Golden Score und erst nach drei weiteren anstrengenden Minuten, folgte die Niederlage für Joshua.
Maximilian Obholzer und Anton Schmidt hatten je nur zwei Begegnungen, wobei sie hier auch noch gegeneinander antreten mussten. Im Duell der Vereinskollegen legte Maximilian mit einer Waza-ari-Wertung vor. Diese verlor er aber in letzter Sekunde noch, so dass am Ende Anton den Sieg und damit den 2.Platz für sich entscheiden konnte.

von links: Maximilian Strauß, Maximilian Obholzer, Anton Schmidt, Dennis Strauß, Joshua Barnsteiner, Alexander Reinecke
FU15
Auch im Bereich der FU15 war die Judoabteilung des TSV Peiting mit vier jungen Kämpferinnen stark vertreten.
Für Nora Wöretshofer ( -33kg) war es erst das zweite Ranglistenturnier. Insgesamt hatte sie an diesem Tag drei Begegnungen, in welchen sie trotz der fehlenden Wettkampferfahrung sehr stark kämpfte und schöne Ansätze zeigte. Hier gelang es ihr jedoch nicht sich durchsetzen und daher musste sie sich mit dem 5. Platz zufrieden geben. Gleich lief es in den drei Kämpfen von Emma Wunderlich (-44kg), für die es das erste Ranglistenturnier war. Auch sie lieferte einen starken Einsatz, der am Ende leider nicht von Erfolg gekrönt war.
Amelie Sandner (-48kg) unterlag in der ersten Begegnung, und musste den zweiten Kampf unglücklicherweise verletzungsbedingt aufgeben. Sarina Tajik sah sich in der Gewichtsklasse +63kg sehr starken und erfahrenen Gegnerinnen gegenüber. Trotz ihres bemerkenswerten Einsatzes, musste auch sie sich diesen geschlagen geben.
Auch wenn dieses Mal keine Siege bei den Kämpferinnen herauskamen, drücken wir die Daumen für die nächsten Wettkämpfe. Mit Training und mehr Wettkampferfahrung sind wir sicher, dass hier zukünftigen Erfolgen nichts im Wege steht.
Männer/Frauen
In der Gewichtsklasse bis 73kg startete Leonhard Fabel. Er zeigte durchweg super Leistungen im Turnier und kämpft sich mit drei vorzeitigen Siegen durch schöne Techniken bis ins Finale. Dort musste er sich dann dem starken Lucas Kuttalek, welcher auch in der 2. Bundesliga antritt, geschlagen gegeben. Am Ende hieß es damit Platz 2. Jakob Welz (ebenfalls -73kg) unterlag in seinen beiden ersten Kämpfen und schied damit vorzeitig aus dem Turnier aus.
Auch Andreas Neureuther ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und trat – 90 kg an. Souverän beendete er vier seiner Begegnungen vorzeitig durch eindrucksvolle Schulterwürfe und Bodentechniken. Nur dem Friedberger Florian Mayr war er an diesem Tag nicht gewachsen und kann sich damit „nur“ Oberbayerischer Vizemeister nennen.
Bastian Haas (-81kg) konnte zumindest einen Sieg für sich verbuchen, bevor er ebenfalls durch seine zweite Niederlage ausschied.
Hervorzuheben sind hier auch noch Timo Kellerer -81 kg (16 Jahre) und Rostislaw Donchenko – 60 kg (17 Jahre). Die beiden jungen Kämpfer, die eigentlich noch in jüngeren Altersklassen starten können, standen im Bereich der Erwachsenen erfahrenen Gegnern gegenüber. Umso bemerkenswerter sind hier ihre Leistungen. Timo gewann einen Kampf mit einem Ippon durch einen schönen Fußfeger. Im zweiten überzeugte er durch einen taktischen Kampfstil und ging ebenfalls mit einem Ippon heraus. Leider musste er sich dann im Halbfinale und im Kampf um den dritten Platz geschlagen geben. Er belegte am Ende dennoch einen hervorragenden 5. Platz.
Auch Rostislaw Donchenko war ein würdiger Gegner an diesem Tag. Zum einen lieferte er zwei starke Siege ab und bewies dann auch noch seine Ausdauer – denn eine seiner Begegnungen endete im Golden Score (Verlängerung, wenn nach der normalen Kampfzeit kein punktemäßiger Sieger hervorgeht), welcher über 8 Minuten andauerte. Das bedeutet inklusive der normalen Zeit eine Gesamtkampfzeit von 12 Minuten! Die Kämpfer*innen unter uns wissen, was das für eine körperliche Anstrengung bedeutet. Daher „Hut ab“ vor diesem Durchhaltevermögen, auch wenn er sich dann letzten Endes geschlagen geben musste. Der dritte Platz war jedenfalls hart erkämpft, aber verdient!

von links nach rechts: Andreas Neureuther, Leonhard Fabel, Jakob Welz, Rostislaw Donchenko, Bastian Haas, Timo Kellerer
Die Ergebnisse sämtlicher Teilnehmer können unter Ranglistenturnier der U15 und Obb. EM der Erwachsenen – Judo-OBB.de eingesehen werden.
Als Fazit kann man nur sagen, dass wir als Judoabteilung über die mit so vielen Kämpfern und Kämpferinnen gefüllte Halle begeistert waren. Noch mehr freut es uns, dass davon noch eine gute Anzahl aus unserem eigenen „Haus“ stammt! In dem Sinne eine ernst gemeintes „Macht weiter so“!
Nicht vergessen wollen wir an dieser Stelle den Dank an die tatkräftigen Helfer und Helferinnen, ohne die eine solche Ausrichtung grundsätzlich nicht möglich wäre.
