Ann-Katrin Schubert

Am 23. November traten zwei Athleten des TSV Peiting bei der Süddeutschen Meisterschaft in Besigheim an. Tareq Jamal ging in der Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm an den Start, Ann-Katrin Schubert in ihrer altgewohnten Gewichtsklasse bis 63 Kilogramm, nachdem sie in diesem Jahr unter anderem bei der Deutschen Pokalmeisterschaft und der Bayerischen Einzelmeisterschaft bis 70 Kilogramm gekämpft hatte.

Tareq konnte bis zum Finale alle drei Gegner besiegen und überzeugte hierbei mehrmals mit seiner Spezialtechnik Seoi-nage. Insbesondere gelang es ihm sich immer wieder neu auf seine Gegner einzustellen und mit seinem Griff zu dominieren, bis er sich jeweils erfolgreich mit einem Wurf durchsetzen konnte. Im Finale unterlag Tareq letztendlich seinem Kontrahenten aus Sindelfingen. Damit erreichte er den zweiten Platz.

Ann-Katrin beherrschte zwar, mit einem ebenfalls starken Griff, ihre Gegnerinnen im Stand, allerdings gelang es ihr nicht Würfe erfolgreich umzusetzen. Vielmehr verschaffte sie sich lediglich mit unterschiedlichen Ansätzen einen punktemäßigen Vorteil. Jedoch nutzte sie die im Stand geschaffenen Situationen, um ihre Gegnerinnen zu Boden zu bringen, wo sie dreimal siegreich hervorging. In ihrer letzten Begegnung musste sie sich nach einem kräftezehrenden Kampf, durch einen Haltegriff geschlagen geben. Ann-Katrin erreichte somit ebenfalls den zweiten Platz und qualifizierte sich damit für die Deutsche Meisterschaft, die Ende Januar in Stuttgart stattfinden wird.

Bei den deutschen Pokalmeisterschaften am 27.10.2019 in Frankenthal/Pfalz waren mit Ann-Katrin Schubert und Sarah Kappler zwei Judoka des TSV Peiting am Start.

Bei dem Qualifikationsturnier für die deutsche Meisterschaft sind nur jeweils zwei Teilnehmer je Landesverband und Gewichtsklasse startberechtigt, sowie alle Nationalkaderathleten. Ann-Katrin Schubert hatte sich mit einem 2. Platz bei den bayerischen Meisterschaften für dieses Turnier qualifiziert. Sarah Kappler bekam von den Landestrainern eine Wildcard und durfte so ebenfalls an den Start gehen.

Beide kämpften in der Gewichtsklasse -70kg, und somit wieder nicht in ihrer eigentlichen Gewichtsklasse -63kg. In einem zwanzigköpfigen Teilnehmerfeld galt es insbesondere für Ann-Katrin Schubert eine Podestplatzierung zu erreichen um sich für die DM in Stuttgart im Januar zu qualifizieren. Sarah Kappler hatte diese mit ihrem Sieg beim Ranglistenturnier in Speyer zwar schon in der Tasche, wollte sich aber nochmals auf nationalem Niveau beweisen.

Ann-Katrin Schubert konnte ihren Auftaktkampf nach wenigen Sekunden erfolgreich mit einem Hüftwurf und Haltegriff gewinnen. Auch in Runde zwei zeigte sie einen starken Kampf und konnte durchaus Akzente setzten. Bei dem Versuch eine Kontertechnik durchzuführen, wurde sie jedoch von der Gegnerin übernommen und unterlag dadurch. Nach einigem Bangen konnte Schubert dann aber in der Trostrunde antreten, da ihre vormalige Gegnerin Poolsiegerin wurde. Hier war sie noch einmal erfolgreich, bevor sie ihrer nächsten Kontrahentin unterlag und somit das Turnier auf einem guten Platz 7 beendete. Auch wenn sie so die Qualifikation für die DM so noch nicht erreicht hat, ist dies noch kein Problem, denn eine weitere Möglichkeit besteht im November über die Süddeutschen Meisterschaften.

Sarah Kappler startete ein wenig verschlafen in das Turnier und bekam in ihrer ersten Begegnung in kürzester Zeit zwei Strafen gegen sich ausgesprochen. Indem es ihr gelang ihrer Gegnerin ebenfalls zwei Strafen aufzudrücken und anschließend in der Verlängerung deren Disqualifikation zu erzwingen, gelang ihr doch noch ein Sieg. Auch im zweiten Kampf zeigte sie noch nicht die gewohnte Explosivität. Sie tat sie sich unnötig schwer, konnte den Kampf aber schlussendlich mit einer Selbstfalltechnik und einem tiefen Schulterwurf erfolgreich beenden. Im Viertelfinale zeigte Kappler dann was in ihr steckt und besiegte die Gegnerin mit zwei mittleren Wertungen. Auch das Halbfinale stellte kein großes Problem dar. Nach gut der Hälfte der Kampfzeit beförderte Sarah die Kontrahentin mit einer schönen Kombination auf die Matte. Im folgenden Finale war die Peitingerin dann voll fokussiert. Auch wenn ihr in der regulären Kampfzeit keine entscheidende Wertung gelang, nutze sie in der Verlängerung einen Angriff der Gegnerin aus, um diese zu übernehmen und sicherte sich damit den 1. Platz.

Somit gelang Sarah im zweiten Turnier der zweite Turniersieg innerhalb eines Monats. Diese Form gilt es nun zu halten um bei den kommenden Turnieren (Süddeutsche und Deutsche Hochschulmeisterschaft) ebenfalls vorne mitzukämpfen.

Am vergangenen Wochenende sind zwei Athleten des TSV Peiting in Großhadern bei der Bayrischen Meisterschaft der Frauen und Männer an den Start gegangen. Andreas Neureuther startete dabei in der Gewichtsklasse bis 90 Kilogramm. In seiner Startklasse wurden die Teilnehmer der Halbfinale durch Wettkämpfe im Pool-System im Vorhinein festgelegt, in diesen die Teilnehmer gegeneinander antreten durften. In dieser Vorqualifikation konnte Andreas zwei Kämpfe für sich entscheiden und musste sich nur einem Starter vom TSV Abensberg geschlagen geben. In den folgenden Kämpfen des Halbfinales konnte er nicht mehr antreten, belegte jedoch am Ende trotzdem den dritten Platz.

Ann-Katrin Schubert startet bei dieser Meisterschaft in der Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm, da ihr das gewöhnliche Abnehmen in der Vorbereitung auf den Wettkampf nicht gelang. In ihrer Startklasse gingen insgesamt 5 Starterinnen an den Start, sodass für die Medaillenentscheidungen alle Teilnehmerinnen gegeneinander antreten durften. Den ersten Kampf durfte Ann-Katrin gegen eine Mannschaftskollegin ihrer Bundesliga Mannschaft des 1.SC Gröbenzell bestreiten, der sie nach kurzer Zeit bereits unterlag. Die restlichen drei Kämpfe konnte Ann-Katrin für sich entscheiden, nach überzeugenden Techniken im Stand konnte sie die Kämpfe immer durch Bodentechniken vorzeitig beenden. Somit war für sie der zweite Platz in dieser Gewichtsklasse sicher, mit diesem Ergebnis qualifiziert sich die Peitinger Kämpferin für die Deutsche Pokalmeisterschaft, die ein Qualifikationsturnier für die Deutsche Meisterschaft darstellt.  

Sarah Kappler konnte am Wochenende in Speyer das nationale Ranglistenturnier gewinnen, jedoch nicht in ihrer angestammten Gewichtsklasse -63kg, sondern eine Klasse höher -70kg. Nachdem sie in der Woche vor dem Wettkampf einige Tage zu spät mit dem obligatorischen Abnehmen für ihre übliche Gewichtsklasse begonnen hatte, entschied sie sich im höheren Limit anzutreten um Wettkampfpraxis zu sammeln. Dies gelang ihr doch recht gut. Nachdem die gesamte Saison für Sarah, die erste nach ihrer schweren Knieverletzung mit über einem Jahr Ausfallzeit, nicht so ganz zufriedenstellend gelaufen war (meist fehlte ihr in den Kämpfen am Ende das kleine Etwas, das zwischen Sieg und Niederlage entscheidet). Zeigte sie an diesem Tag extrem starke und konzentrierte Kämpfe, denen ihre Gegnerinnen am Ende nichts mehr entgegensetzen konnten. So konnte sie zunächst ihre drei Vorrundenkämpfe ungefährdet gewinnen, bevor sie auch vom Viertelfinale bis hin zum Finale siegreich war. In den Kämpfen war sie besonders erfolgreich mit ihrer Spezialtechnik Uchi-mata sowie im Übergang vom Stand zum Boden, wo sie zwei Kämpfe mit einer Würgetechnik für sich entscheiden konnte.

Auch wenn sich Sarah Kappler so problemlos für die deutschen Meisterschaften im Januar -70kg qualifiziert hat, wird sie in zwei Wochen beim nächsten Qualifikationsturnier wieder in ihrer angestammten Gewichtsklasse -63kg an den Start gehen um sich auch hier die Qualifikation zu sichern, denn bei den nationalen Titelkämpfen wird es kräftemäßig in der Gewichtsklasse -70kg schwerer werden.

In Speyer ebenfalls am Start war Tareq Jamal in der Gewichtsklasse -73kg. Der Peitinger, dessen Ziel es ist im nächsten Jahr bei den Olympischen Spielen als Teil eines Flüchtlingsteams anzutreten, versucht gerade noch nach einer langwierigen Knieverletzung wieder zu seiner Form zurückzufinden. In Speyer ging er zudem krankheitsgeschwächt an den Start. In Führung liegend im 1. Kampf verletzte er sich bei einem Ansatz seines Gegners am Sprunggelenk und musste den Kampf in der Folge doch noch abgeben. In der Trostrunde gelang ihm dann ein schneller Sieg mit einem schönen tiefen Schulterwurf, bevor er im dritten Kampf, gehandicapt durch den schmerzenden Fuß, eine abermalige Niederlage hinnehmen musste und somit aus dem Turnier ausschied. Hier wäre ohne Erkältung und der Verletzung aus dem ersten Kampf sicherlich mehr drin gewesen. Nun gilt es für ihn sich zu regenerieren und beim nächsten Turnier wieder anzugreifen.

 

 

Bild: Tareq Jamal (blauer Anzug) in seiner zweiten Begegnung

Für die Deutsche Meisterschaft im Judo, die am Wochenende des 26./27. Januar in Stuttgart stattfinden wird, haben es zwei Sportlerinnen des TSV Peiting durch ihre guten Leistungen im Vorjahr geschafft sich zu qualifizieren. Sarah Kappler und Ann-Katrin Schubert werden beide in der Gewichtsklasse bis 63kg an den Start gehen.  

Sarah Kappler konnte durch den dritten Platz auf einem Ranglistenturnier des Deutschen Judobunds in Speyer genügend Punkte für die Qualifikation über die Deutsche Rangliste sammeln. Dabei musste sie sich bei diesem Turnier nur einer Gegnerin geschlagen geben.

Ann-Katrin Schubert erkämpfte sich den zweiten Platz bei der Süddeutschen Meisterschaft und qualifizierte sich somit ebenfalls für die Deutsche Meisterschaft. Auch Ann-Katrin hat insgesamt nur eine Niederlage bei der Meisterschaft hinnehmen müssen. Im Finale -63 kg unterlag sie letztendlich ihrer Kontrahentin.

 

 

DJB Ranglistentunier in Speyer    Süddeutsche EM in Pforzheim