Dienstag, 08 Oktober 2019 08:52

Turniersieg bei Ranglistenturnier in Speyer für Sarah Kappler

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Sarah Kappler konnte am Wochenende in Speyer das nationale Ranglistenturnier gewinnen, jedoch nicht in ihrer angestammten Gewichtsklasse -63kg, sondern eine Klasse höher -70kg. Nachdem sie in der Woche vor dem Wettkampf einige Tage zu spät mit dem obligatorischen Abnehmen für ihre übliche Gewichtsklasse begonnen hatte, entschied sie sich im höheren Limit anzutreten um Wettkampfpraxis zu sammeln. Dies gelang ihr doch recht gut. Nachdem die gesamte Saison für Sarah, die erste nach ihrer schweren Knieverletzung mit über einem Jahr Ausfallzeit, nicht so ganz zufriedenstellend gelaufen war (meist fehlte ihr in den Kämpfen am Ende das kleine Etwas, das zwischen Sieg und Niederlage entscheidet). Zeigte sie an diesem Tag extrem starke und konzentrierte Kämpfe, denen ihre Gegnerinnen am Ende nichts mehr entgegensetzen konnten. So konnte sie zunächst ihre drei Vorrundenkämpfe ungefährdet gewinnen, bevor sie auch vom Viertelfinale bis hin zum Finale siegreich war. In den Kämpfen war sie besonders erfolgreich mit ihrer Spezialtechnik Uchi-mata sowie im Übergang vom Stand zum Boden, wo sie zwei Kämpfe mit einer Würgetechnik für sich entscheiden konnte.

Auch wenn sich Sarah Kappler so problemlos für die deutschen Meisterschaften im Januar -70kg qualifiziert hat, wird sie in zwei Wochen beim nächsten Qualifikationsturnier wieder in ihrer angestammten Gewichtsklasse -63kg an den Start gehen um sich auch hier die Qualifikation zu sichern, denn bei den nationalen Titelkämpfen wird es kräftemäßig in der Gewichtsklasse -70kg schwerer werden.

In Speyer ebenfalls am Start war Tareq Jamal in der Gewichtsklasse -73kg. Der Peitinger, dessen Ziel es ist im nächsten Jahr bei den Olympischen Spielen als Teil eines Flüchtlingsteams anzutreten, versucht gerade noch nach einer langwierigen Knieverletzung wieder zu seiner Form zurückzufinden. In Speyer ging er zudem krankheitsgeschwächt an den Start. In Führung liegend im 1. Kampf verletzte er sich bei einem Ansatz seines Gegners am Sprunggelenk und musste den Kampf in der Folge doch noch abgeben. In der Trostrunde gelang ihm dann ein schneller Sieg mit einem schönen tiefen Schulterwurf, bevor er im dritten Kampf, gehandicapt durch den schmerzenden Fuß, eine abermalige Niederlage hinnehmen musste und somit aus dem Turnier ausschied. Hier wäre ohne Erkältung und der Verletzung aus dem ersten Kampf sicherlich mehr drin gewesen. Nun gilt es für ihn sich zu regenerieren und beim nächsten Turnier wieder anzugreifen.

 

 

Bild: Tareq Jamal (blauer Anzug) in seiner zweiten Begegnung

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